• Bikar

    Jährliche Verarbeitung: 30.000 Tonnen Aluminiumbarren

    Klaus Gräbener stattete André und Konstantin Bikar in ihrem Werk in Korbußen bei Gera einen Besuch ab. (Foto: BIKAR-METALLE)


    In Korbußen bei Gera (Thüringen) erwarb die Bikar Gruppe im Jahr 2009 ein circa 70.000 Quadratmeter großes Grundstück, das unmittelbar an der Autobahn A 4 gelegen ist. Schnell baute man dort den Handel für diverse NE-Metalle auf und errichtete Produktionsstätten für das Fräsen von Aluminium-Platten. In den Folgejahren erweiterte das Unternehmen die Gesamtfläche auf 120.000 m² und investierte weitere 25 Millionen Euro. Das 2009 eröffnete Werk beheimatet den klassischen Metallhandel mit Stangen, Rohren und Profilen aus Aluminium, Kupfer, Messing, Bronzen und diversen Kunststoffen. Schon 2010 wurde zudem eines der modernsten Fräszentren für Aluminiumpräzisionsplatten geschaffen. Große Alubarren mit Abmessungen bis zu 6.000 x 2.500 x 600 mm und Stückgewichten von circa 15 - 20 Tonnen werden hier horizontal gesägt. Die daraus entstandenen Tafeln werden dann vollautomatisch zur Fräse transportiert, wo ein gigantischer Messerkopf von 2.700 mm Durchmesser diese Platten auf Fertigmaß, mit Toleranzen von +/- 0.1 mm, fräst.

    Weitere Werke errichtete das Familienunternehmen in diesem Jahr am Standort Korbußen und übergab sie ihrer Bestimmung. Dort stehen jetzt ebenfalls Horizontalsägen und ein Fräszentrum für hochfeste Aluminiumwerkstoffe. Auch hier sind die Arbeitsabläufe voll automatisiert. Wie von Geisterhand werden die gesägten Platten auf das Fräszentrum gelegt, einseitig plan gefräst, gewendet und von der Rückseite fertig bearbeitet. Danach bringen Vakuumsauger diese zur Folieranlage, wo die Schutzfolien beidseitig aufgebracht werden, um eventuelle Kratzer zu vermeiden. Im zweiten Abschnitt dieser Halle stehen große Bandsägen, die Aluminium-Barren auf die vom Kunden gewünschten Maße zuschneiden. Die Barren sind bis zu 1.100 mm dick und haben ein Stückgewicht von circa 20 Tonnen. Eine Besonderheit ist die neue Kontursäge, die in der Lage ist, in Längs- oder Querrichtung zu sägen, ohne den schweren Barren drehen zu müssen. Ein neues Zuschnittzentrum für Platten aus Aluminium, Kupfer und Messing entstand ebenfalls. Ein computergesteuertes Hochregallager mit einer Länge von 120 m und einer Höhe von 24 m wurde direkt angebunden. Wie auch in den anderen Produktionshallen sind die meisten Maschinen Sonderkonstruktionen, die in Zusammenarbeit von Bikar und den Anlagenherstellern eigens für diese Abläufe konstruiert wurden.

    Bei seinem Besuch in Korbußen war IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener jedoch nicht nur von den rationellen Arbeitsabläufen sowie den vorgenommenen Investitionen beeindruckt. Auch die steigenden Mitarbeiterzahlen und die mittlerweile verarbeiteten Materialmengen "sprachen Bände". André und Konstantin Bikar berichteten, die Unternehmensgruppe beschäftige heute bereits über 350 Mitarbeiter und liefere weltweit. Allein 30.000 Tonnen. Aluminiumbarren würden in den beiden Standorten Bad Berleburg (Stammwerk) und Korbußen zurzeit jährlich verarbeitet – Tendenz weiter steigend. Besonders stolz zeigte man auf die Verleihung des Gründerpreises vom Land Thüringen im Jahr 2012, was den Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel dazu veranlasste, sich das Unternehmen am 29.07.2014 persönlich anzusehen. Auf die Frage, warum man sich für den Standort in Thüringen entschieden habe, waren die Antworten von Vater und Sohn eindeutig: "Es ist die hervorragende Verkehrsanbindung, die uns zu diesem Entschluss gebracht hat!"

    Quellennachweis

    Das Textmaterial wurde uns freundlicherweise von der IHK Siegen zur Verfügung gestellt.

    Foto: BIKAR-METALLE

    WIRTSCHAFTSREPORT IHK Siegen
    WIRTSCHAFTSREPORT IHK Siegen 11/15
    Internet www.ihk-siegen.de

    • IHK Siegen
    • WIRTSCHAFTSREPORT IHK Siegen