• 240 Bohrpfähle für neues Hochregallager

    Arbeiten bei Bikar gehen trotz des eisigen Winters mit Konsequenz voran / Bohrer saß erst am Albrechtsplatz fest

    Bohrungen bei zweistelligen Minustemperaturen: Im Industriegebiet Raumland gehen die Arbeiten zum Bau des neuen Bikar-Hochregallagers unvermindert voran. (Foto: Konstantin Bikar)

    Architekt Jörg Arlt: "Heute ist nahezu alles möglich, selbst bei den tiefsten Temperaturen."

    Raumland. (vö) Winterpause auf der Baustelle? Davon kann am Bikar-Standort im Industriegebiet Raumland definitiv nicht die Rede sein. Denn trotz des harten Wittgensteiner Winters und der eisigen Temperaturen gehen die Arbeiten zum Bau des neuen, hochmodernen Hochregallagers sowie der neuen Unternehmensverwaltung konsequent voran. Mann darf es auch anders ausdrücken: Der Winter kann dieses ehrgeizige Projekt nicht stoppen, das für das Unternehmen nicht weniger ist als ein klares Bekenntnis zum Standort Wittgenstein und den Arbeitsplätzen in der Region.

    Seit Mittwoch laufen in Raumland die Bohrarbeiten für insgesamt 240 Bohrpfähle, auf denen das Lager in Zukunft stehen soll. "Weil bei uns eine enorme Präzision erforderlich ist, darf es im Gebäude überhaupt keine Bewegung geben. Es geht um Stabilität", sagte Unternehmenssprecher Jan Saßmannshausen auf SZ-Anfrage. Zumal in dem künftigen Gebäude enorme Lasten bewegt würden. Der 110 Tonnen schwere Bohrer sollte bereits Ende vergangener Woche in Raumland eintreffen, aufgrund des heftigen Wintereinbruchs war allerdings am Freitag am Albrechtsplatz Endstation. Erst Anfang dieser Woche konnte das schwere Gerät wieder bewegt werden.

    Der gefrorene Boden stellt für den gewaltigen Bohrer überhaupt kein Problem dar. Die Temperatur unter der Erdoberfläche sei ohnehin konstant, verriet Architekt Jörg Arlt im SZ-Gespräch. Und: "Heute ist nahezu alles möglich, selbst bei den tiefsten Temperaturen." Im Erdreich könne sogar betoniert werden – trotz der Minustemperaturen. Das rund 25 Meter hohe und 30 Meter lange Hochregallager wird zwischen den bestehenden Werken II und III errichtet, vorgeschaltet ist ein Wareneingangsgebäude. Abgerundet wird die Investition im zweistelligen Mill.-Euro-Bereich des Wittgensteiner Metall-Spezialisten, der weltweit erfolgreich tätig ist, durch den Bau einer neuen Unternehmensverwaltung. Das geplante Hochregallager ersetzt das bestehende Provisorium eines Zeltlagers. Das hochmoderne Gebäude wird mit zwei Bediengeräten ausgestattet, die Waren ein- und auslagern können. Damit setzt Bikar in Sachen Technik zweifelsohne wieder neue Maßstäbe – obwohl bereits im bestehenden Werk II in Raumland mit einer ähnlichen Technik gearbeitet wird.

    Von Martin Völkel

    Quellennachweis

    Das Textmaterial wurde uns freundlicherweise von der Siegener Zeitung (SZ) zur Verfügung gestellt.

    Foto: Konstantin Bikar

    Siegener Zeitung (SZ)
    SZ-Ausgabe vom 20. Januar 2017
    Internet www.siegener-zeitung.de

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